59 Kerzen zum zweiten Advent and another Christmas Tale

Dezember 7, 2008 um 11:25 pm | Veröffentlicht in Fest-Platte, Kalenderblätter, Kultur, Mitmensch - unbekanntes Wesen, Real-Poetisches, Träller-Hexe | 2 Kommentare
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Happy Birthday, Tom Waits!

Tom Waits by Bootstrap ProductionsJa, er ist auch so ein Beinahe-Christkindl, der hausheilige Finsterromatiker mit der versoffenen Stimme und den Reißnägeln in der Kehle. Am 7. Dezember 1949 wurde er in Pomona, Kalifornien geboren.

Und weil es, ob man nun will oder nicht, ringsum heftig weihnachtet, wollen wir zur Feier des Tages mal nicht so sein. Und lassen ihn auch seinen Part in der Weihnachtsgeschichte erzählen – der anderen, von Paul Auster. Phhh…als gäbe es grad was Herzzerreißendeswärmendes, das man lieber täte!

Bild: Tom Waits. Bootstrap Productions. Song: You’re Innocent When You Dream. Tom Waits im Film „Smoke“ (1995) von Paul Auster und Wayne Wang. Via Youtube.

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Blogolaus…

Dezember 6, 2008 um 10:38 pm | Veröffentlicht in BildungsLückenbauten, Bloghexe, Fest-Platte, Kultur, Real-Poetisches, Träller-Hexe | 2 Kommentare
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…und Westernstiefel. Oder: Jo, ist denn schon wieder Weihnachten?

kein WesternstiefelDie Vorweihnachtszeit geht ja hier eher still und lieber besinnlich vonstatten, schon aus Protest dagegen, dass – ob nun infolge des Klimawandels oder aus was weiß denn ich für unerfindlichen Gründen – die November immer schneller vergehen und die Jahre sowieso immer kürzer zu werden scheinen.

So werden im Hexenhaus auch dieses Jahr keine Pfefferkuchen, Plätzchen und Weihnachtsgänse gebacken, jedenfalls keine öffentlichen. Und dass ich meinen Lieblingsadventskalender wieder leise nebenan an die Bloghauswand genagelt habe, merkt wahrscheinlich weder Blogger- noch Weihnachtsvolk.

Aber heut ist Nikolaustag, da gehört was in den Stiefel gesteckt. Hmm… meine Nikolausgeschichte hab ich ja auch schon letztes Jahr erzählt – zur Seemannsweihnacht auf meinem Wa(h)lfänger. Hey, aber wie wär’s mit einem Weihnachtslied? Einem, das ihr bestimmt noch nicht gesungen habt. Vom sexy Dänen-Duo “The Raveonettes” – ein bisschen psychedelisch, ein bisschen 60er-Jahre-Patina, ein bisschen Velvet Underground und laut eigener Aussage mit der Wahl ihres Bandnamens eine Reverenz an Buddy Hollys “Rave on”:

The Raveonettes ‚Christmas Song‘ (flv video) (Edit s.u.)

raveonettes-1Also ich find ja, sie sind was zum Mögen, die Zwei. Und verteile damit entsprechend des Wolfes freundlicher und ausdrücklicher Einladung zu solchem Tun meinen aktuellen Prvatgrammy. Ohne damit allerdings auch nur im Mindesten Widerspruch gegen seine ‚oscar-wilde-geschniegelten‘ Get-Well-Soon-Zierbengel zu erheben. 😉

Noch einen raveo-netten Christmas-Song? Dann hier lang, bittschön, und: Come on Santa! (Der zuständige Link-Klick beschert euch, so gewünscht, auch gleich noch das freie mp3-Download zum Santa – ha, und damit doch noch was in den Nikolausstiefel.

***

Ach, und eh ichs vergesse: allerblogolausigste Glückwünsche heut vor allem für den Westernstiefel… öh nee, Westernhagen: zur runden Sechzig! Trinken wir mit ihm einen Johnny Walker und lassen ihn leben. Hoch und lang nämlich.

Bild: The Raveonettes: Soeren Solkaer STARBIRD, via. Christmas Song by The Raveonettes via youtube.

Edit 24.12.2009: Eigentlich gabs den Schnuckel-Song samt Video hier mal via youtube zum Vor-Ort-Gucken. Seit es selbiges – wie so vieles – auf youtube nicht mehr zu sehen und zu hören gibt, nun dieser Umweg via Link. – Danke, fliiby.com.

Aaallä Jahre wiedaaa… Frust oder Lust?

Dezember 2, 2007 um 10:04 pm | Veröffentlicht in Alles platti, Berlin, BildungsLückenbauten, Drumherum und anderswo, Fest-Platte, Geschichtsbuch, Kultur, Real-Poetisches, Spielwiese, Uncategorized | 4 Kommentare
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Türchenöffnen ins alte Berlin mit E. T. A. Hoffmann, Wilhelm Raabe, Vadda Zille und Co.

Weihnachten verboten!Heutzutage ist es ja sowas von IN, sich seinem Umfeld aus- und nachdrücklich als Weihnachtsmuffel zu outen. Ihr wisst schon, diese Mit-der-ganzen-O-du-seligen-nichts-am-Hut- haben-Masche. Nur Eltern mit noch nicht vollends ausgewachsenen Nachkömmlingen kriegen mildernde Umstände – die müssen ja. Damit was am Hut haben. Also mehr ja noch an der Mütze, na diesem rot-weißen Verkleidungsrequisit mit der Wattebommel – und dem stressig geschenkewütigen Drum und Dran. (Deshalb poste ich heut auch keinen Lagebericht vom Weihnachtsmarkt – der käme ja eh so ähnlich wie der vom letzten Jahr.)

Als umso aufschlussreicher, ja geradezu als Aha-Erlebnis mussten sich mir die Geständnisse kürzlicher Pausengespräche unter Kollegen erhellen: bis auf eine Ausnahme besteht jeder von ihnen auf seinem höchsteigenen Advendskalender. Die Inhalte – oder sagt man Füllungen? – variieren dabei durchaus: von ausgeklügelten Partnerüberraschungen in mit Hingabe selbst bestickten Weihnachtssäckchen über die üblichen Schokoladenfigürchen als Kalorienbombardement bis hin zu Hochprozentigem in handlichem Taschenformat. Und ich steh ja immer noch auf die alten Miniaturbildchen, wie man sie in der Kinderzeit hinter den Zahlentürchen fand. Allen gemeinsam ist wohl die Neugier, die in jedem von uns wohnt, ein um den anderen Tag eine kleine Aufmerksamkeit zu entdecken. Ich finde es schön, dass wir da ein bisschen Kind geblieben sind.

Altberliner AdventskalenderFür diejenigen unter euch, die auch gern in unbekannte Fenster schaun, häng ich hier mal den Berliner Adventskalender über alte Zeiten an die Bloghauswand, rechtzeitig zum 1. Advent, zu spät fürs erste Türle (na, dann macht halt gleich zwei auf). Den vom Zentrum für Berlin-Studien der Zentral- und Landesbibliothek Berlin nämlch, und man darf ihn getrost einen literarischen nennen. (Um ehrlich zu sein, ich hatte ihn im vorigen Jahr hier schon mal verlinkt, aber welcher faule Blogleser klickt heute schon noch auf Textlinks? Also: neuer Versuch. Warm zu empfehlen vielleicht auch mal als Horizonterweiterung für die pädophilen Typen mit etwas abseitigen Neigungen, die mir immer die Stats mit ihren perversen Suchbegriffen vollspammen oder für die, die hier auf Grund eines einst geposteten Sexspielzeug-Comics die Funktions- und Schreibweise dieses überaus beliebten HaushaltsGerätes zu ergründen suchen. Pssst, wenn ich in meine Visitor Locations schau, hab ich ja manchmal den Verdacht, dass letztere die Ranger-Jungs im Nahen Osten und Umgebung sind. 😉 ) Romantische und deftige Geschichten berühmter Landsleute, von Adolf Glaßbrenner, E.T.A. Hoffmanns oder Ludwig Tiecks Weihnacht(s)-Abend bis hin zu Wilhelm Raabes selbigem in der Sperlingsgasse legen uns nahe, dass die Licht-und-Schattenseiten-Weihnacht – wenn auch andersartig – durchaus schon im 19. Jahrhundert grassierte und keine Erfindung von uns dekadentignoranten Neuzeitlern ist. Und bescheren uns längst vergessene Begegnungen. Illustriert sind sie vom ollen Papa Zille u. a. Und auch für die Bastelblogger, Volksbräuchler und Küchenwunder ist was dabei. Aber ich will ja nicht zuviel verraten… 😉 Und mal sehen, vielleicht öffnen wir ja das eine oder andere Fensterle hier gemeinsam….

Wenn ein Lichtlein brennt…Wem das noch nicht LeseStoff genug ist, der kann ja mal wieder – zünftig, weihnachtlich und sogar online – in „A Christmas Carol“ vom guten Charles Dickens reinschmökern.

Fröhliches Türchen-Klicken allerseits! Schaltet mal einen Gang zurück, zündet ein Lichtlein an und den Räuchermann und machts euch ein wenig ruhig und besinnlich, so oft es geht…
rät (wenn sies nur mal selber tät‘)

die Hex‘.

*

P.S: Aaach, fast hätt‘ ichs vergessen – hier noch was für die Besinnlichkeit. Mit heißem Dank an den Wolf für die Vor-Ausgrabung. Obwohl seine ja eigentlich die hier mit Verstärkung war. Auf dass die nächsten Wochen für euch nicht tote Hose sein mögen… 😉
Weihnachtskaufrausch - gestern

Bilder: Geklaut Creative commons, soweit nicht vom Zentrum für Berlin-Studien

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