Im Frühtau zu Basel… valeraaaa! (Teil 2)

Juli 15, 2008 um 2:50 am | Veröffentlicht in 2008, BildungsLückenbauten, Bloghexe, Drumherum und anderswo, Fremd-Worte, Globe-Trottel, Hexenritte, Kultur, Mitmensch - unbekanntes Wesen, Real-Poetisches | 4 Kommentare
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Update zu Im Frühtau… Teil 1

Z’Basel an mim Rhi,
jo dört möchti si!
Weiht nit d’Luft so mild und lau,
und der Himmel isch so blau
an mim liebe Rhi!
(Johann Peter Hebel: Erinnerung an Basel.
Aus: Alemannische Gedichte)

Hex\' beim AnflugSo kurz die Zeit auch ist, ein Baselbummel muss schon sein. Am Samstag stürzen wir uns mutig ins Getümmel. Das wäre doch gelacht, wenn eine Großstadtpflanze Angst vor fußballverrücktem Tourigewühl hätte. Die Neugier ist sogar groß genug, sich die Affenhitze zum Bummelwetter schönzureden.

\'s Basler DrämmliVon unserem ländlichen Domizil geht’s aber erstmal wieder mit dem Auto in die Stadt. Dass das nicht gerade die genialste Idee war, merken wir spätestens auf der Suche nach einem Parkplatz. Vielleicht hätten wir doch das Tram nehmen sollen (ja, so heißt es dort: DAS Tram), ’s Basler Drämmli oder die Trämli, wie die Eingeborenen liebevoll sagen. In unserem Fall wär’s eins von den sonnengelben gewesen, da wir ja von auswärts kommen. Denn das innerstädtische Drämmli ist grün. Abgesehen davon, dass das hübsch aussieht, orientiert es sich so recht gut in dem regen Straßenbahnverkehr -Basel ist eine Tram-Stadt. Und das seit weit über 100 Jahren. Und man muss da nicht extra einer Statistik glauben, nach der – bei einer Einwohnerzahl von übern Daumen gepeilt 165 000 – jährlich an die 89 Millionen Fahrgäste in die gelben und grünen Wagen klettern, sondern nur einen Nachmittag lang durch das Gewirr der vielen blanken Schienen stolpern.

Wir aber pirschen uns zunächst mit unseren privaten Pferdestärken durch schmale Gassen und über Kleinbasel an die auf der andern Rheinseite gelegene Altstadt von Großbasel heran. Und irgendwo hat dann doch noch ein schmales Plätzchen im dritten Stock eines Parkhauses auf uns gewartet. Kleinbasel oder einheim’sch Glaibasel, seit eh und je das Viertel der unteren Zehntausend und mit hohem Migrantenanteil, muss dem Basler sowas sein wie dem Berliner sein Kreuzberg, nur hübscher anzuschaun.

Weiter geht’s per pedes und schon nach den ersten Schritten durch klaustrophobisches Gewimmel in Richtung Mittlere Rheinbrücke ist klar: die Flipflöpse an den Füßen waren die einzig goldrichtige Wanderschuhwahl. Wir befinden uns kurzzeitig im Auge des Orkans, das hier nicht wie allerorten schnöde Fanmeile heißt, sondern eine FanZone ist. Was nicht im Geringsten übertrieben scheint, denn das Zentrum ist weiträumig mit Großleinwänden, Tribünen, Zeltpavillons und Toiletten-Hüsli zugebaut. Das runde Leder hat die City voll im Griff. Hinter mir eröffnet eine Mutter ihrem Dreikäsehoch im gängigem Baseldeutsch überflüssigerweise, dass man jetzt auf die Fäään gehe, und sicherheitshalber, dass die Fäään lustig würde.

Uf der breite Bruck

Uf der breite Bruck,
für si hi und zruck,
nei, was sieht me Here stoh,
nei, was sieht me Jumpfere goh,
uf der Basler Bruck.

Über den Rhein hätten wir auch mit der Fähri schippern können, einem überdachten Bötchen, das mich irgendwie an diese asiatischen Fischerboote erinnert.

Die Fähri

Doch wir kämpfen uns über die ‚braite Brugg‘ und schaun aus sicherer Entfernung auf das muntere Treiben unten am Ufer. Dass die aufgespannten Leinwände heute tot sind, scheint keinen Menschen zu interessieren: man zeigt Flagge, trägt die Wangen in den jeweiligen Nationalfarben und abenteuerliche Kopfbedeckungen aus dem Fan-Shop seiner Wahl. Aus den Lautsprechern dudeln – nein, keine Alpenjodler, sondern aktuelle Hits. Europa sonnt sich auf der holzgezimmerten Tribüne, die bis ans Wasser reicht. Und einige Fußballjünger und -rinnen haben einen andern Sport für sich entdeckt: sie schwimmen, solo oder in munteren Schwärmen, den Rhein hinunter. Manche sogar in voller Straßenmontur einschließlich Hut und Schuhen, andere mit einem Seil um das Badeoutfit geschlungen, an dem eine wasserdichte Plastikboje mit der restlichenTagesgarderobe dümpelt. In die werden sie ein Stück flussabwärts wieder hüpfen und solcherart nicht zu Lande an den Ausgangsort zurück müssen.

Rheinnixe

Hm, schwimmen im Rhein? – na, ich weiß ja nicht… wohin fließen eigentlich denen ihre Abwässer der Chemie- und Pharmaindustrie?

Nachdem wir genug in den Rhein rein geguckt haben, flüchten wir uns drüben endlich in die stillen idyllischen Gassen des alten Basel. Hier scheint die Zeit ein bisschen stehen geblieben zu sein. Jahrhundertealte Häuser stellen sich uns mit Namen vor

Gestatten, Zem Wildeman!Gestatten, Zur Eisenburg!

trinkwasserbrunnen-br und munter fließende Brünnlein werben – unterstützt durch amtliche kleine Schildchen – plätschernd mit Trinkwasser. Was für ein Labsal an so einem Tag.

Gleich im ersten Gässli hinter der Brücke links hoch, dem Rheinsprung, verliebe ich mich – in ein Lädchen, Scriptorium geheißen. In der Auslage der winzigen Schaufenster erfreuen Schreibfedern aller Sorten und diverses nostalgisches Das SchreibzeugstübchenSchreibzubehör, Gänsefederkiele und kugelige, antike Fässchen mit geheimnisvollen, bunten Tintenrezepturen das Herz. Ein puppenstubengroßes Paradies für alle Stadtschreiber, Kalligrafen und -fininnen. (Das Lädchen ist da rechts an der Ecke, die einschlägigen Schaufensterbilder baseln leider noch in der Schweiz rum, da mit geliehener Kamera aufgenommen).

Südliches Flair verströmen die schattigen grünen Innenhöfe, auch sie mit glucksenden Wasserspendern.

innenhof-mit-brunnen1-klein-brklinnenhof-mit-ranken2-klein-brkl

In der Münsterschuel,
uf mim herte Stuehl,
magi zwor jetz nüt meh ha,
d’Töpli stöhn mer nümmen a
in der Basler Schuel.

Aber uf der Pfalz
alle Lüte gfallt’s.
O, wie wechsle Berg und Tal,
Land und Wasser überal,
vor der Basler Pfalz!


Ein unbedingtes Muss ist ein Blick auf das Stadtpanorama von der Pfalz aus, einem Aussischtspunkt oben über dem Rhein, zu dem uns die herrlich verwinkelten Gassen führen. Leider hat sie etwas unter dem allgemeinen Fußballwahn gelitten, denn überall liegen Berge von Müll zwischen den einladenden Bänken, dessen die Partner für e suuberi Stadt offenbar nur schwer Herr werden. Und ein verträumtes Motiv für ein Bild der Münsterkirche nebenan zu finden ist nicht so einfach, da der ganze Platz von einer des bereits erwähnten aktuellen Ereignisses verdächtigen Konstruktion aus Kunststoffplanen und Aluminiumstreben eingehüllt ist.

Für e suuberi StadtAllgemeine Lesegesellschaft

In trauter Nachbarschaft mit derselben schlummern da auch noch die rankenumkränzten Fensteraugen der Allgemeinen Lesegesellschaft Basel im ehemaligen Domherrenhaus vor sich hin, einer Einrichtung mit Tradition.

Und durch diese hohle Gasse müssen wir kommen, um uns zum Marktplatz durchzuschlagen.

Die PullergassePullergasse andersrum

In ihr riecht es ziemlich streng, was eine heimliche Vermutung durch unsere empfindlichen Näschen wehen lässt: dass nämlich mehr als nur ein fußballseliger Nachtschwärmer für sein dringendes natürliches Bedürfnis nicht mehr rechtzeitg das exklusiv aufgestellte Hüsli gefunden hat. Doch zu guter Letzt nicht noch einen Blick auf das Basler Roothuus und dessen beeindruckende Architektur und Wandmalereien zu erhaschen, wäre ein sträfliches Versäumnis.

Basler RoothuusRoothuus 2

Ach, fast hätt‘ ichs vergessen: fasziniert hat mich eine Idee dieser findig kreativen Schweizer. Sie haben für ihre Sommergäste Sonnensegel über ihre Straßen gespannt, keine einfachen Schattenspender, nein, auf die transparenten Stoffbahnen sind überdimensionale Fotos projiziert, und zwar von der jeweiligen Hausfassade unter ihnen. Sie wirken wie riesige Spiegelbilder – eine Wahnsinnsidee und ein Wahnsinns-Anblick.

Schräge Häuser
Sonnensegel
Was soll ich sagen? Viel zu kurz war die Zeit (und viel zu lang wieder Hexis Geschreibsel darüber 🙄 ). Aber es war wunderschön und ich komme gern wieder in eure sympathische Stadt, ihr Basler.

Nachplappern:

Johann Peter HebelDie zitierten Verse, sind, wie schon eingangs ver-urhebelt, von Johann Peter Hebel, einem Sohn dieser Stadt. Dem – wo ihm selbst der große Herr Geheimrat in Verehrung zu Füßen lag – man selber zu eigner Schande lange viel zu wenig Aufmerksamkeit geschenkt hat. Das wird im Blog in Form spannender Stöberresultate demnächst mal zu behebe(l)n sein. Das Gedicht “Erinnerung an Basel” gehört zum Zyklus seiner “Alemannischen Gedichte”. Von ihm der Frau Meville gewidmet, Tochter der Papierfabrikeigner in Höfen bei Schopfheim im Wiesental, die seinerzeit daselbst das Papier für eben jene Gedichte herstellten. Doch die Basler haben es mit fliegenden Fahnen für sich vereinnahmt, es mit einer Melodei versehen und zu ihrer Stadthymne gemacht. Respektvoll deshalb hier nochmal der Volltext in alemannischer und in baseldeutscher Version. Und wenn jetzt etwa einer, womöglich gar einer der torejubelnden Public- und Private-Viewer meint “Kennich nich, nie gehört!”, so irrt sich der. Denn es avancierte auch längst zur Basler Fußballhymne – womit wiederum der Bogen zu den aktuellen Stadtereignissen geschlagen wäre – puuuh. Ob die auf der Tribüne der Basel Arena allerdings alle wissen, wem sie ihr Liedl verdanken?

P.S. Teil 3 – der vor allem von einem gecancelten Rückflug gen Berlin sowie den äußerst hülfreichen Ratschlägen des Bodenpersonals eines internationalen Flughafens zur Therapierung desselben handeln tät‘ – bleibt ungeschrieben. Sonst denkt hier noch einer, das wird ’ne Soap… 😉

Bilder: selber gemacht. Hebels Gedicht „Z’Basel am mym Rhy“: Von der Website Hausen im Wiesental.

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Im Frühtau zu Basel… valeraaaa! (Teil 1)

Juli 8, 2008 um 1:15 am | Veröffentlicht in 2008, Alles platti, Drumherum und anderswo, Fremd-Worte, Globe-Trottel, Hexengeschichten, Hexenritte, Mitmensch - unbekanntes Wesen, Wetter-Hexe | 6 Kommentare
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Ein Reisebericht

Hex\' beim AnflugDie Hex‘ war auf Reisen. Vorletztes Wochenende. Statt wie gewohnt auf dem Besen zu reiten, leistete sie sich diesmal ausnahmsweise den ausschweifenden Luxus eines Billigfliegers. Schließlich ging es um die würdige Audienz bei einem kleinen benachbarten Bergvolk Und, wer haat’s erfundn? – Na, die Schweizer natürlich.

Oh ja, und los ging es wirklich lausig früh, mitten im besten Tiefschlaf quasi. Aber so ein Wochenend ist ja höllisch kurz, weswegen man es so weit wie möglich zu strecken sucht. Von Frühtau dagegen keine Spur – nur das blanke Morgengrauen und die letzten Schnaufer einer lauwarmen Sommernacht, die wieder einen bruzzelheißen Tag androhen. Die Jacke kann also schon mal ins Aufgabegepäck – da weiß man wenigstens, wofür man inzwischen stolze Siebenfuffzich abdrückt.

Über den Wolken...

Ha, und wer hat eigentlich das Timing verbrochen? Während traumatisierte Einheimische auf der Flucht vor dem Hype um eine aufgepumpte Lederblase ihrer Stadt den Rücken kehren, mache ausgerechnet ich mich auf gen Basel. Allerdings möchte ich dazu ausdrücklich angemerkt wissen, dass mitnichten und auf keinsten Fall dieses über den grünen Rasen kullernde Ding auch nur das Geringste mit Hexis Reiselust zu tun hat, sondern ein längst fälliges Familientreffen nach freudigem Ereignis. So!

...muss die Freiheit wohl...

Über das merkwürdige Verhalten geschlechtsreifer flugbereiter Großstädter zur Eincheckzeit schröbe man wieder mal ganze Bände. Wie von dieser penetranten Schickse im Papageien-Look vielleicht, die als Kunst- und Künstlerkennerin erkannt werden will. Und darob balzend und voll Selbstbefriedigungsdarstellungstrieb, vor allem aber mit Durchsagenlautstärke ihren Begleiter, einen sympathischen kleinen Italiener, pseudokompetent zutextet:

Schaurig schön“Also dieses Üvent war doch großartüg pörformt, fündest du nücht?
UnddieAusstrahlungdesAmbiente -einfachtoooollll. JaderBlablablaverstehtseinMötjöh. UnddieKollegenwarnjasoooechauffiert. UnddiesehüstorüschenMauern, haaaach! ——– üchmussmirmalsoeinArchütekturbuchkaufen, üchbringdieStüüleimmerdurcheinander… GotükundRomantükundBarockoko undso….”

Oder über die Spezies der aufgeregt durch die Halle flatternden Urlaubsmuttis. Beim Anblick ihres gigantischen Kosmetikarsenals im Handgepäck, mit dem sie zum Sicherheitscheck antreten, drängt sich hartnäckig die Frage auf, was denen wohl unterm frisch frisörgestylten Pony tickt. – Dass die Riesenschilder vor ihrer Nase für böse Terroristen da hängen? Oder packen die gerne all ihre Spraydöschen und Flakönchen und Tübchen in der Öffentlichkeit aus – und halten damit den ganzen Abfertigungsbetrieb auf? Und überhaupt, wieviel von dem Kram braucht frau unterwegs auf dem Hüpfer nach Palma De Malle?

Bitte Schwimmwesten anlegen!Endlich an Bord der A 319 denkt man noch an ’ne kleine Mütze voll Schlaf, um den unchristlich frühen Aufbruch halbwegs zu kompensieren. Das ist sowieso das Beste, denn, zu meiner Schande sei’s gesagt, die Hex‘ – gewiefte Besenpilotin hin oder her – ist nicht frei von Flugangst. Was liegt also näher, als das mulmige Gefühl in der Magengegend einfach wegzudösen. Das sich spätestens einstellt, als die Maschine mit einem unheilvollen Quietschen, Knarren und Stöhnen im Bauch losrollt. Ach nee, halt, nachm Start kommt ja noch die obligatorische Demonstration des Rettungsprozedere durch die Mädels von der Crew – wovon einem auch nicht grad wohler wird. Unverzichtbar daran ist vor allem die Instruktion zur Handhabung der Schwimmwesten. Weil man nämlich angesichts des aktuell zu überfliegenden Territoriums vorm inneren Auge gestochen scharf die wilden Wogen des mittel- und süddeutschen Ozeans an den Strand schwappen sieht. Aber höchstwahrscheinlich steuert der Pilot im Ernstfall mit traumwandlerischer Routine die Mitte des Rheins oder den Bodensee an. Und so gesehen sind denn auch die blauweißen Lederhösner und die Eidgenossen Seefahrernationen – oder wenigstens Küstenvölker, jawoll.

Der Minutenschlaf hat gut getan und ich klettere unternehmungslustig die Gangway hinunter. Auf gehts, Basel ich komme!

Naja, noch nicht ganz, denn vorher ist nochmal volle Konzentration gefragt, damit man nicht unversehens im falschen Land landet. Der Baaasler Flugchchafen ist nämlich, wenn mans ganz genau nimmt, nur die Hälfte von einem ganzen, ein weltweit wohl einmaliges Phänomen, worauf in gewisser Weise schon sein stolzer Name Basel-Mulhouse-Freiburg hindeutet. Bekanntlich liegt er mitten im Dreiländereck, putzigerweiser nicht mal auf schweizer, sondern auf französischem Boden. Und die Schweizer und die Franzosen betreiben ihn – in bestem europäischen Geist – gemeinsam. (Die deutsche ‚Ecke‘ hingegen ist nur Anhängsel ohne Stimmrecht im trinationalen Beirat und Mitnutzer.) Nun heißt es nur noch den eidgenössischen Ausgang finden.

Airport Basel-Mulhouse-Freyburg
Das klappt hervorragend beim ersten Versuch. Das Empfangskommando hinter der Scheibe trippelt schon ungeduldig hin und her – ich werde abgeholt. Durch die stressfreie Gemächlichkeit an der Zollkontrolle auf die landestypische Mentalität vorbereitet sowie nach der bedingungslosen Kapitulation vor einem irreführend SchweizerDEUTSCH (okay, oder -dütsch) genannten Idiom folgt erstmal stürmisches Umarmen mit meinen schwiizer Ausländern.

Später dann im Auto, unterwegs in den Basler Speckgürtel und zum Domizil für die nächsten drei Tage, sehe ich beim ersten so herbeigefieberten Blick auf die Stadt – nichts.

Basel unter!Ehrlich – denn der Eindruck ist ein ziemlich unterirdischer, im wahrsten Sinne des Wortes. Wir düsen nämlich auf der Stadtautobahn zwecks Verkehrsentlastung durch ein wirr verschlungenes Tunnelsystem und als ich die Sonne endlich wiedersehe, sind wir schon wieder draußen aus der Stadt – links und rechts nur noch grüne Berge, drauf hier und da eine malerische Burgruine. Dafür treffen wir jetzt einen niedlichen kleinen Kreisverkehr nach dem andern, auf den meisten der Rondells wachsen ebenso niedlich kleine Birkenschulen. Und dann sind wir in Reinach, der zweitgrößten Gemeinde des Kantons Basel-Land (respektive Basel-Landschaft, wie es auf Einheimisch offiziell heißt). Gelegen laut einschlägiger Information “am Südfuss des Brruderchchcholz (Bruderholz) im Birstal”.

Hach, gibt es eigentlich eine noch hübscher und noch schweizerischer klingende Ortsbeschreibung!?

Dafür gibts auf Grund offensichtlich unheilbarer epischer Breite der Verfasserin die Basel-Bummel-Bilder erst in Teil 2.

Nicht nur der Ball ist rund von unbekanntP.S. Beim Titelsong – sorry, er war beim Schreiben so eine Art böser Ohrwurm und ich kann nix dafür! – denkt der Liebhaber des gepflegten Klamauks ja an die allseits beliebten Otto-Waalkes–Interpretationen. Allerdings fehlt bei d e m in schamloser Ignoranz das Schweizer Beispiel. Reichen wir also das einzige verfügbare nach. – Achtung! Schräge Blasmusik – mit einzwei… hm, oder drei Verbläsern… 😉

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