Das Mädchen des Tages

Januar 22, 2009 um 12:52 am | Veröffentlicht in Alles platti, Berlin, BlogMist, Dings des Tages, Drumherum und anderswo, Hexen-Unfug, Hexenritte, Mitmensch - unbekanntes Wesen, Real-Poetisches | 2 Kommentare
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Dings des Tages (2)

augenaufschlagHat sie nicht einen sexy Augenaufschlag, die sonnige kleine Französin? Und dieses verschmitzte Lächeln, ist es nicht süüüß?

Welcher Kerl, sogar wenn er auf zwei Beinen, ohne Pferdestärken unter der Mütze und mit keinem Tiger im Tank unterwegs ist, möchte da nicht zurückblinzeln. Wo ja nicht mal ich, die ich unvelwechserbar selber ein Mädchen bin, nicht anders konnte, als ihr verschwörerisch schnell mal mit dem linken Auge zuzuzwinkern – nur keine Gelegenheit auslassen, in dem trostlosen Mistwetter einen kleinen Lichtblick zu erhaschen. Heißgeliebter realpoetischer Alltagskitsch.

verschmitztes-lacheln1

Die – nein, keine Gnade! 😉 – dazugehörige Schnulze des Tages:

Wahlweise auch in der Cover-Version der Typen ohne Leben im Beinkleid oder auch Bullys Mädchen im Planwagen. Aaaaaah! Okayokay… bin ja schon weg. 😉

Bilder: Meine, aufgenommen beim Vorbeihetzen auf dem morgendlichen Dienstweg in Friedrichshain, Weidenweg.

zwei-scheinwerferaugen

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Knast for fun – all inclusive

August 5, 2007 um 2:45 am | Veröffentlicht in BlogMist, Drumherum und anderswo, Hexen-Unfug, Hexentanz, Kultur, MarktLückenbauten, Mitmensch - unbekanntes Wesen, Uncategorized | 3 Kommentare

Urlaub par excellence decadence

Glaube mir, liebes Kind:
Wenn man einmal in Sansibar
Und in Tirol und im Gefängnis und in Kalkutta war,
Dann merkt man erst, daß man nicht weiß, wie sonderbar
Die Menschen sind.
(Joachim Ringelnatz)

Fernweh…Auch wenn der Sommer sich nicht so recht entscheiden mag, ob er nun einer ist, kann man es selbst als unverdrossener Weiterwerktätige/r einfach nicht nicht merken: es ist Urlaubszeit.

Ich bin reif für die Insel…Die Kollegen lassen dich mit deiner – und ihrer – Arbeit alleine. Das Überstundenkonto wächst und die Sekretärin tapeziert in fernwehen Anfällen von Masochismus ihre Pinnwand mit bunten Ansichtskarten von Südseeinseln und Nordlandfjorden, die die Abwesenden auf der Rückseite mit schadenfrohen Dreizeilern verziert haben. Das alljährliche große Reisen ist ausgebrochen…

Und was machen die Alles-schon-gesehen-Haber? Die Ohne-den-Kick-nicht regenerieren-Könner? Die Luxus-Überdrusser und Mainstream-Vermeider? Hey, wo leben wir denn! Keine Marktlücke, für die sich nicht noch ein Lückenbüßer fände.

Foto: Langholmen
130 - all inclusiveWie wärs denn in dem Falle dieses Jahr mal mit einem Urlaub im Knast – öh, also gänzlich freiwillig, versteht sich. Zelle 130 – all inclusive: Verhaftung, Gerichtsverhandlung, Anstaltskleidung und Henkersmahlzeit. Wem das noch nicht reicht, der kann auch noch einen Ausbruch buchen. Knasthotels sind groß im Kommen. In den meisten saßen vor wenigen Jahren sogar noch echte Knastbrüder und -schwestern ein. Das ist doch das Flair, das wir wollen: Urlaub hinter Gittern!

Besonders empfehlenswert finde ich das Angebot ja für Sozialpädagogen, Hauptschullehrer und Familienhelfer. Das da noch keiner drauf gekommen ist – die könnten dafür womöglich praktischerweise sogar Bildungsurlaub beantragen. Oder für renitente High-Society-Sprösslinge à la P. Hilton, als Training quasi. Oder als Akklimatisierung für entlassene Insassen des BB-Containers. Knast for fun – es leben die Geschäftemacher ohne Grenzen! Und vielleicht kann man durch eine gut gestylte PR dann auch gleich Signale für die echten Kriminellen setzen: die stellen sich nach dem Bruch in der Tanke , dem Autoklau oder Drogendeal umgehend am Gefängnistor an. – Wo andre Ferien machen, das muss doch Erholung pur sein…
Knast for fun
Foto: dpp
Wo wir grad bei einschlägigen Marktlücken sind: ich hätte da noch was Herziges für alle Urlaubsverhinderten. Teddybär goes MunichSchließlich will ich nicht schuld dran sein, dass die jetzt alle der Neid frisst. 😉 Wenn die Firma ohne euch zugrunde geht und ihr nicht selber fahren könnt, dann schickt doch euer – ähm, Kuscheltier. Nach München nämlich. Ferien für Bärli und Hasi, yeah! Als deutsche Inländer seid ihr mit euerm zerknuddelten Teddy für nicht mal schlappe hundert Euronen dabei. Plus Taschengeld selbstverständlich. Er wird es euch ewig danken. Und euch wochenlang von seinen unvergesslichen Erlebnissen erzählen, bevor ihr abends, eng aneinander gekuschelt, zusammen einschlaft… öööh, ja. Es gibt doch nix, was es nicht gibt. Und, nicht wahr, nix fehlt einem zum Glück mehr als eine erholte Plüschbestie. Wir bremsen buchen auch für (Kuschel)Tiere!

Hm, wieso muss ich grad nur dauernd an Steven King denken?
Foto: http://teddy-in-munich.com/index.html

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