Schnee und Lehm und Euraketen. Neujahr für alle!

Dezember 31, 2012 um 10:05 pm | Veröffentlicht in Berlin, Bloghexe, Fest-Platte, Hexentanz, Neujahr, So Momente halt... | Hinterlasse einen Kommentar

ein weie schon so oft, ist wieder mal ein rundes Jubiläum untergegangen. Nämlich heute vor 540 Jahren wurde in Amsterdam das Werfen von Schneebällen verboten:

„Neymant en moet met sneecluyten werpen noch maecht noch wijf noch manspersoon.“
(Niemand soll mit Schneebällen werfen, weder Jungfauen noch Weibs- noch Mannsleute.)

Im Unterschied zu uns innerlich näherstehenden Jahres- und Jahresendtagversäumnissen zucken wir hier lakonisch mit den Schultern: Na und?! Bei uns hats heuer nicht mal Schnee. Und bleiben angesichts der Tatsache, dass in der Berliner mitteljüngeren Folklore mit ganz anderen Sachen geschmissen wurde,

sowie angesichts eines gerade überstandenen Weltuntergangs in einem fast überstandenen Jahr ganz gelassen. Zumal wir uns justamente heute wieder von noch ganz anderen Geschossen bedroht sehen. Schall und Rauch, ins All geballert von dem Geld, das angeblich alle gar nicht übrig haben.

Aber es ist Silvester und das neue Jahr scharrt nebenan schon ungeduldig mit den Hufen. Das alte war etwas blogarm hier bei mir; man denkt ja gar nicht, was ein exzessiv gefräßiger Vollzeitjob nebenher manchmal so alles bloggen… öh, blocken kann. Erwarte jetzt auch bloß keiner einschlägige gute Vorsätze von mir, höchstens die leise Hoffnung, dass auch das nur besser werden kann.

Und also brenne, wer mag, mit mir eine leise Wunderkerze ab, sage (mit einer kleinen Anleihe an die charmelancholische Wiener Folklore) beim Abschied leise Servus und ganz prosaisch optimistisch (wahlweise ersetzen durch: fatalistisch, verklärt, euphorisch o. ä., ganz wie’s beliebt): Willkommen 2013! Mal sehen, was es uns bringt.
wunderkerze1

Und – man kanns ja nicht oft genug sagen -: Vorsicht mit den guten Vorsätzen. Wie die meist enden, weiß man ja…

Einmal sollte man seine Siebensachen
Fortrollen aus diesen glatten Geleisen.
Man müßte sich aus dem Staube machen
Und früh am Morgen unbekannt verreisen.

Man sollte nicht mehr pünktlich wie bisher
Um acht Uhr zehn den Omnibus besteigen.
Man müßte sich zu Baum und Gräsern neigen,
Als ob das immer so gewesen wär.

Man sollte sich nie mehr mit Konferenzen,
Prozenten oder Aktenstaub befassen.
Man müßte Konfession und Stand verlassen
Und eines schönen Tags das Leben schwänzen.


Man trabt so traurig mit in diesem Trott.
Die andern aber finden, daß man müßte…
Es ist fast als stünd man beim lieben Gott
Alleine auf der schwarzen Liste.

Man zog einst ein Lebenslos zweiter Wahl.
Die Weckeruhr rasselt. Der Plan wird verschoben.
elke-hexe-form-we2.gifBehutsam verpackt man sein kleines Ideal.
Einmal aber sollte man… (Siehe oben!)

(Mascha Kaleko)

Hach… aber ein hübscher Gedanke ist es schon…

So, und nun küsst euch, ihr alle, und mich, ihr Lieben, und kommt gut rüber. Wir sehn uns dann.
Eure Hex‘

Die Wohers: Claire Waldoff: Wer schmeißt denn da mit Lehm? via youtube. Mascha Kaleko: Einmal sollte man…. In: M. Kaleko: Das Lyrische Stenogrammheft, Rowohlt Taschenbuch, 32. Auflage von 2007.

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Osterspaziergang 2012. Aus: Fäustlinge I

April 8, 2012 um 12:18 pm | Veröffentlicht in 2012, Alles platti, Fest-Platte, Hexenlieder, Kultur, Mal-Hexe, Real-Poetisches, Spielwiese, Wetter-Hexe | Hinterlasse einen Kommentar
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Update zu „Opa und Ostern“ von einstmals

it Eismatsch bedreckt sind Straß‘ und Dächer
Durch des Wetters grollend danebenen Tick;
In Schale werft euch mollig dick;
Der neue Frühling, er zog sich schwächelnd
Einstweilen in sich selbst zurück.
Von dort her sendet er, frierend, nur
Ohnsägliche Schauer körnigen Sch…ßes
In Streifen in die verwirrte Natur;
Aber am Sonntag brau’n wir uns was Heißes,
Überall regen sich Hände und Zehen,
Woll’n den Tag in Wärme und Farbe begehen;
Wenn’s an Blumen fehlt im Revier,
Geht’s halt zum Blumenhändler dafür.
Zieht euch warm an. Und auf die Höhen!
Kein Unfrühling halt‘ uns auf rauszugehen…

Ich hör schon der Osterglocken Gebimmel,
Wir machen uns selber den Frühlingshimmel.
Vergesst nicht das Jauchzen und habt’s ja scheen!-
Am Dienstag heißt’s wieder arbeiten gehn.
😉

Frohe Ostern allerseits und allerwegen!

Mit Ton und in Farbe, sagte ich wohl.
Auch in Ostereierfarbe natürlich – bei mir wieder mal mit der vom Opa ererbten Eiermalerei. Den überdauerten und zeitoptimierten Restmalfertigkeiten jedenfalls. Aber immer noch schön genug zum dran Freuen… oder?

Und als kleine Wiedergutmachung an Herrn J. W. G. für den vom Wege abgekommenen Faust vor dem Tore:

Edit: Ha, wie’s ausschaut, muss man nur die richtigen (Dichter)Geister beschwören. Die Sonne, sie hat sich besonnen. 🙂

Bilder: Selber bemalt.
Video: By Martin Missfeldt via youtube.

Kein Neujahr für Warmduscher

Januar 9, 2010 um 3:53 pm | Veröffentlicht in 2010, Alles platti, Berlin, Fest-Platte, Hexenblabla, Hexengeschichten, Hexenseele, Kalenderblätter, Neujahr, Real-Poetisches, Träller-Hexe, verwoben geschroben, Wetter-Hexe, Zuhaus-Hexe | Hinterlasse einen Kommentar
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Oder: PSYCHOdelische Wünsche von Haus zu Haus

m neuen Jahr Glück und Heil.
Auf Weh und Wunden gute Salbe.
Auf groben Klotz ein grober Keil.
Auf einen Schelmen anderthalbe.
(Johann Wolfgang v. Goethe)

Die Morgenstunde des ersten Tages im neuen Jahr blinzelt durch die Eiskristalle auf ihren Wimpern, mit leicht verschneitem Blick. Am Cecilienplatz schlummern die Bänke vor sich hin, locken verträumt mit flauschigweißen Daunenkissen. Doch nur ein paar aufgeplusterte Spatzen, die sich lärmend um eine barmherzig hingestreute Handvoll Sonnenblumenkerne balgen, wagen ein Probesitzen auf der – zweifellos arschkalten – Polsterung. Und hüpfen ihre winzigen Spuren in sie hinein. Schneekalligraphie.

Sonst ist es still und leer auf dem Platz an diesem späten Neujahrsmorgen: die letzten Böller sind ins All unterwegs, die letzten Silvesterpartylöwen gerade erst ins Bett gekrochen. In der kleinen Kneipe um die Ecke lauscht die Wirtin dem Summen des Wasserkessels auf dem Herd, serviert sich selbst den ersten steifen Grog und linst durch die Scheiben nach Gästen fürs Katerfrühstück. Und die Jauchzer vom Rodelberg hinter den Gärten murmeln sich, in Schneewatte gepackt, gedämpft durch frostige Atemwolken…

Da zerreißt ein langer, markerschütternder Schrei die himmlische Feiertagsruhe des jungfräulichen Jahres.

SchneekillerEr hallt durchs Hofkarree und wabert an den Betonmauern wieder nach oben in die letzte Etage, aus der er gekommen ist. Dem einsamen Spaziergänger treibt er mehr als alle Minusgrade eine Gänsehaut samt lähmendem Entsetzen in den Nacken. Hitchcock-Fantasien explodieren in ihm und ein Norman BatesPerkins der Plattensiedlung mit blitzender Messerklinge an der Faust schleicht sich in seine Gedanken. Im Affekt langt er nach dem Handy in seiner Gesäßtasche. Zieht den Kopf zwischen die Schultern und wendet sich gehetzt um – nach den Schritten, die in seinem Rücken durch den Schnee knirschen.

Im Bad einer Mietwohnung, elfter Stock links, das traurige Ende einer Tragödie: der Abfluss gurgelt höhnisch, ein letzter Seufzer. Und unter der eiskalten Dusche stirbt barfuß bis zum Hals… meine stille Hoffnung. – Dass das seit dem Silvestermorgen plötzlich ausgebliebene warme Wasser (verdammte, verweichlichte Zivilisationskrüppel, wir!) selbstverständlich wieder aus dem Hahn plätschert. Dass es wie früher, als alles noch viel besser war, noch ehrbare Weihnachtsklempner gibt. Dass im neuen Jahr alles gut wird. Dass wir in diesem endlich mal Zeit für die g r o ß e n Fragen des Lebens……

Wie bitte? Was? Nönööö, es geht mir gut, dochdoch. Solidarische Grüße von hier aus an alle andern Festtagsgeschädigten und glücklichen Überlebenden. Und an den hilfesuchenden Unbekannten, der mit dem Suchbegriff des Tages zum Hexenblog gefunden hat: ‚Wie wirft man einen Christbaum aus dem Fenster?‘ – Vooorsichtich! sag ich. Oder warten, bis der Nachbar unten vorbei geht. Tsss… wohl keinen Fernseher! Etwa noch nie die KnutWerbung des berühmt-berüchtigten Holzmöblers gesehen? [Anmerkung: Ich hab übrigens noch nie, nie, nie einen Tannenbaum aus dem 11. Stock geworfen,einen Christbaum sowieso nicht. Mir fehlt immer die Traute, ob ich den Nachbarn von da oben auch richtig treffe.]

Ach ja, eigentlich wollte ich euch nur was wünschen, liebe Hexen-Leser und -freunde. Gut im Jahr 2010 angekommen zu sein nämlich. Und auch sonst alles, Schönes. Besser spät als nie! Wohin es uns diesmal bringt, wissen wir spätestens in 356 Tagen. Hexens Herzenwunsch für euch: Geht es an, wie der alte Herr Geheimrat oben und seht’s nicht zu verbissen! Mit dem halt ich es auch – und versuche dasselbe. (Weitere gute Vorsätze bitte erst im Rest des Jahres dazuerfinden, akut und zeitnah. Sonst wird’s eh wieder nix damit.)

In diesem Sinne…
Kommt, lasst uns leben! …und so.

Huch, wo kommen nur immer die ollen 80er Ohrwürmer her? – Na, woher schon – aus Westernhagen! 😉 (Auch in der Studioversion, nochmal mit Lürüx und ordentlichem Sound.) Oder doch von einem überstrapazierten Heimatsender, der sich im Autoradio dauernd selber einstellt?

***

Hmmjahh… ich geh dann mal. Neuen Hexentrank brauen.
Wir trinken, sehn und/oder lesen uns. Oder?
Und habt’s schön warm derweilen.

Eure baldige und machmal leicht verpeilte verwehte Schneehex‘

Das Floyd in Pink Floyd

September 2, 2009 um 11:32 pm | Veröffentlicht in BildungsLückenbauten, Fest-Platte, Hexentanz, Kalenderblätter, Kultur, Real-Poetisches, Träller-Hexe | 9 Kommentare
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…wäre heute 98 Jahre alt geworden.

Hinter dem ersten der zwei Vornamen, aus denen Syd Barrett dereinst den Namen seiner Band zusammenschraubte, verbirgt sich nämlich der Sänger und Klampfer Floyd Council. Er galt seit den späten 30er Jahren des letzten Jahrhunderts unter Musikerkollegen als einer der exzellentesten Gitarristen des amerikanischen Ostküsten-Blues. [Das Pink in Pink Floyd gehört übrigens dem hier, Pink Anderson, im gleichen Job unterwegs, der sich auf den gepressten Scheiben mit der langen Rille meist in trauter Nähe zum Ersteren fand, obwohl die beiden sich wahrscheinlich nie begegnet sind.]

Dieser countryfarbene Blues-Stil, auch Piedmont Blues genannt, fällt durch eine besondere Fingertechnik auf der Gitarre auf, bei der eine mit dem Daumen gespielte Basslinie die auf den höheren Saiten gespielte Melodie unterstützt. Er wurde meist im Duo gespielt, oft begleitet von Klavier, Geige, Banjo oder Mundharmonika als zweites Instrument.

Floyd Council begann als Straßenmusikant in seiner Heimatstadt Chapel Hill, North Carolina, spielte für Freunde und in Country-Clubs. Und etwas über ihn zu finden ist gar nicht so leicht. Es gibt offenbar keine Platten nur mit seinen eigenen Songs. Nur ein Album, Carolina Blues (1994), enthält sechs von ihm aufgenommene Titel. Das mag daran liegen, dass er die meiste Zeit seiner musikalischen Karriere als Wasserträger und zweite Geige… äh, Gitarre zugebracht hat. Zum Beispiel im Schatten hinter dem Star des Piedmont Blues Blind Boy Fuller, der inzwischen in der Blues Hall of Fame wohnt. Sogar mit seinen genialen New Yorker Solotracks wurde er als „Blind Boy Fuller’s buddy“ promotet. Andere Aufnahmen erschienen unter den Namen „Dipper Boy Council“ und „The Devil’s Daddy-in-Law“. ...Blues in den FingerspitzenEr selbst bekannte sich in einem Interview 1969 zu 27 eigenen aufgenommenen Songs, darunter sieben in Fullers Dunstkreis.

Gestorben ist er mit 64 an einem Herzinfarkt und wurde hier bestattet. Sein Grab trägt keinen Namen.

Danken wir also Syd Barrett, der ihn unsterblich gemacht hat, mehr als er es sich vielleicht erträumte. Oder auch The Floyd Council – das ist ’ne ösische Coverband, die unter seinem Namen sogar ganz zurechnungsfähig durch die Lande pinkfloydtet, wie ich finde. (Auch wenn’s die richtigen Pink Floyds eben nur einmal gibt.)

Denn Floyd Councils Musik hat es nicht verdient, vergessen zu werden. Ich würd‘ heute gern mit ihm unter dem Vordach eines alten Country-Clubs irgendwo in North Carolina sitzen, den Straßenstaub auf der Zunge schmecken, den Mummys beim Hüftenwiegen und ihren Kindern beim Spielen zuschaun, seiner Stimme lauschen und die Augen kaum von diesen Fingern lassen, die seinen Blues über die Saiten zaubern…

Happy Birthday, Floyd.

Bilder: Oben: Blues Who’s Who, p. 133 photographer: Kip Lornell. Mitte: Bruce Bastin: Crying For The Carolinas, p. 21; photographer: Pete Lowry. Beide via wirz.de.
Videos: Via randomandrare and galaxyrock on youtube.

Die Lieb, die Lieb

August 29, 2009 um 11:50 pm | Veröffentlicht in 2009, BildungsLückenbauten, Drumherum und anderswo, Fest-Platte, Hexenlieder, Kalenderblätter, Real-Poetisches | Hinterlasse einen Kommentar
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Kleiner Nachtrab… äh, Nachtrag zum Goethe-Jahr 2009, mit dessen Ausrufung inzwischen kaum ein Goethe-Freund&Erbe noch ernsthaft rechnet

buchstabe_w
ir waren ja mal eine Zeitlang Nachbarn, der Herr Geheime Rat und ich.
Nun ja, wenigstens wären wir es beinahe gewesen. Haben uns, grob geschätzt, nur um ein schlappes knappes Vierteljahrtausend verpasst – um das meine paar Semester philologischer Studien an der Alma Mater Jenensis später anfingen nämlich.

Gleich nebenan hatte er kurz zuvor, um genau zu sein 1784, während seiner Betreibungen der Naturwissenschaften im Anatomieturm zu Jene den Zwischenkieferknochen des Menschen entdeckt. Außerdem in seiner Eigenschaft als Minister des Herzogs Carl August den Straßenbau durch das Mühltal befehligt sowie die höfischen Sammlungen und Bibliotheken vor Ort. Aber pssst, sagt’s keinem weiter – eigentlich kam er ja immer nur wegen der geselligen Abende im Frommannschen und im Griesbachschen Hause oder wegen der anregenden Dispute mit Schiller in dessen lauschigem Garten. In dem ich beiläufig einmal, nachdem der ihn in dieser Welt aufgeben musste, einen Studenten-Subbotnik lang das seither wuchernde Unkraut gerupft und gezupft hab.

Wenn ich es nicht schon vorher war, dann gehöre ich spätestens seit dem Stückchen Lebenszeit in dieser Ecke, wo man auf Schritt und Tritt Goethens Atem spürt, zu seinen ungezählten Verehrerinnen. Ich hab die Dornburger Schlösser hoch über der Saale für mich erobert, in denen er sich vom Ableben seines Landesvaters erholte und deren eines heute seinen Namen trägt. Hab dort oben mit einer Studentenliebe und ohne Publikum in einem heißen Sommer mein eigenes Rosenfest gefeiert, das es wohl zu Goethes Zeiten noch nicht gab, dafür aber bestimmt die eine oder andere Muse, die das Zeug zur Rosenkönigin gehabt hätte.

Ich bin glühender Weimar-Fan: hab meine kargen Stipendien-Taler in den “Elephant” getragen, in dem der Meister einst erkleckliche Zeit zubrachte; ja den, in welchem Thomas Mann in “Lotte in Weimar” Goethens und Werthers Lotte einquartierte – ich tat’s mit ehrfürchtiger Gänsehaut im Nacken, auch wenn der Dichterfürst schon längst nicht mehr dort tafelte. Ich war im Ilmpark, weilte in des Herrn Geheimrats Gartenhaus, in dem und um das es zwar nicht mehr ganz so aussieht, wie der gute Eckermann es 1824 in seinem Bericht beschrieben, das mich aber in seiner romantischen und fast spartanischen Schlichtheit immer wieder bezaubert hat. Ich bin in der da noch nicht vom Feuer verheerten Bibliothek gesessen, bin auf müden Füßen und am Ende ohne Schuhe zum Schloss und Park Belvedere hinaus gewandert und durch die Stadt gestrolcht. Ach, und wohin dort nicht noch überall…
Ich war ewig schon nicht mehr da… muss mal wieder hin.

Aber ich kann viel erzählen, wenn der Tag lang ist, wer glaubt einem heut schon noch was aus zweiter Hand. Dann schon eher Goethen selber:

Woher sind wir geboren?

Woher sind wir geboren?
Aus Lieb.
Wie wären wir verloren?
Ohn Lieb.
Was hilft uns überwinden?
Die Lieb.
Kann man auch Liebe finden?
Durch Lieb.
Was läßt nicht lange weinen?
Die Lieb.
Was soll uns stets vereinen?
Die Lieb.
(Aus den Briefen an Frau von Stein)

Und weil ihr es seid und zur Feier des gestrigen Tages: Tadaaa, mein Fundstück der Woche! Extra für euch – und den alten Schwerenöter, nebst dem Allerherzlichsten ihm nachträglich zum 260sten. Dieses kleine Gedicht voller Seele und Weisheit (wer wenn nicht der wusste, wie das geht) wird umso glaubwürdiger auf eine Melodie – tanzen oder sterben wir bei dem Thema nicht alle eher mehr als weniger in Dur oder Moll? Die glockenhelle Stimme von Bobo alias Christiane Hebold trifft ins Herz – wen wundert’s. Eine Absolventin von ‚Franz Liszt‘ – in Weimar! – wird doch wohl noch ihren Goethe kennen. Und zusammen mit dem Video von Jarek Raczek erst! Führt es uns doch so recht romantelig barfüßig an einen Originalschauplatz – ihr ahnt WOhin? Wohlan, ihr Jünglinge und Mädchen: Gaffet und lauschet! Auf nach… na, ihr wisst schon. — Achtung, Ohrwurmverdacht!:

Song: Die Lieb. Sängerin: Bobo. Komponist: Sebastian Herzfeld. Texter: Johann Wolfgang Goethe. Aus: Lieder von Liebe und Tod, 2007. Auch bei amazon. Via youtube.
Als Ergänzung: Neben dem obigen Dichterfürstlichen und einem weiteren (Wanderers Nachtlied) finden sich auf dem Album auch Versträllereyen von Eichendorff und Zuccalmaglio und überraschendes, wunderbar neuvertontes altvertrautes Volksliedgut.

Ach ja, als Belohnung fürs Reinschaun noch ein Lesetipp: Der Wolf hat sogar pünktlich gratuliert. Und hey, der ist einer, der’s kann.

Bildquellen: Anatomieturm in Jena – via thueringenweb.de. Schillers Garten in Jena – via jenakolleg.de. Postkarte mit Motiv Goethes Gartenhaus, 1929. Via Goethezeitportal.
Gedicht: Johann Wolfgang Goethe: Woher sind wir geboren? – Via Zeno.org. Dort angegebene Quelle: Johann Wolfgang von Goethe: Berliner Ausgabe. Poetische Werke [Band 1–16], Band 2, Berlin 1960 ff, S. 82, gemeinfrei.

„I get a little warm in my heart…“

Februar 21, 2009 um 4:25 pm | Veröffentlicht in Bloghexe, Dings des Tages, Fest-Platte, Real-Poetisches, So Momente halt..., Wetter-Hexe | 5 Kommentare
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buchstabe_ach, man kommt einfach zu gar nix mehr vor lauter Existenzerhaltung und Schneeschippen. Selbst das heutige Dings des Tages ist längst überm Verfallsdatum, weil schon von gestern. Wenigstens ist es… hmm… rund. Dochdoch, ziemlich rund sogar. War es jedenfalls gestern noch. Viel mehr weiß man allerdings nicht über das Dings, auch heute noch nicht. Und genaugenommen ist’s eigentlich alles andre als ein Dings…

>>>>> Und: NEIN, das hier ist KEIN Gewinnspiel!!! <<<<<

Gesucht wird – tadaaa! – der B e s u c h e r des Tages, also des gestrigen jetzt, –
der 100 000ste in meinem kleinen Bloghaus nämlich.

screenshot-statistikausschnitt100-0001

Erstaunlich genug, dass bei meinen eher sporadischen privaten Geistesergüssen inzwischen täglich stabil an die zweihundert Leser und Sucher hierher finden.

Und Grund genug, euch einmal DANKE zu sagen für eure Aufmerksamkeit und treue Begleitung, eure Kommentare und Ermunterungen. Und für die Aha-Erlebnisse und Lachanfälle und das Kopfschütteln beim Lesen der Suchbegrifflisten.
(Snüff, hat mal jemand ’n Taschentuch? Hehe, und keine Presse bitte, den Schampus trinken wir selber. 😉 )

Glaubwürdige Anwärter auf den GAST DES TAGES, die sich gestern so gegen halb Elf am Vormittag hier rumgetrieben haben, werden gebeten, sich zu outen oder sich vertrauensvoll an das Hexenhausmanagement zu wenden. Sie werden persönlich beglückwünscht und dürfen sich ihren für diesen Anlass von mir selber gepflückten Eisblumenstrauß und eine Tafel Blogschokolade hier abholen.

eisblumenstrausblogschokolade

Wer die Glasscheiben zwischen dem bizarr gewachsenen Zeug nicht so dolle mag, hat auch die Wahl zwischen einem Schneebusch (originaal vom sonst matschigen Bersarinplatz in Friedrichshain) und was Frühlingsbuntem (ausm Blumenladen oder Amsterdam).

schneebusch-1-bersarinfruhlingsstraus-zusch

Sonst war gestern ein Tag wie jeder andere, an dem es nur eins im Überfluss gab: Schnee, Schnee, Sch… neee! (Oder hab ich das schon erwähnt?) Der von dieser Woche reicht mttlerweile für zwei Winter, erst recht in der Großstadt, wenn ihr mich fragt. Er fängt nachts im Dunkeln heimlich als fluffiges Geflausch an und wird am Tag zu klatschigem Knetteig. In dem Nachbars Zwerge aus müden Quengelplagen zu besessenen Bildhauern von Schneemann-, Schneefrau- und -kindskulpturen mutieren, mit glühenden Wangen und blanken Augen. Und sogar ich mit meiner barfüßigen Sommerseele finde die Winterromantik in dem Zuckerweiß, das die graue Trostlosigkeit zudeckt… bis ich in der Früh schon wieder mal mein Auto unter einem Schneehügel ausgraben muss und die jungfräuliche Weiße am Straßenrand sich in ineinanderfließende Muster aus Dreckspritzern auflöst.

sonnenaufgang-ausm-11-stocksonnenaufgang

So hält sich die romantische Schneeversunkenheit in gesunden Grenzen Sogar wenn sie einen atemberaubenden Sonnenaufgang als Anwalt hat – oder gibt es in dieser verrückten, zweckorientierten Welt noch jemanden, der sich traut, einen solchen nicht kitschig zu nennen und sich selber als unverbesserlicher Realpoet zu bekennen? 😉

Halt, stopp, so geht das aber nicht! Schließlich ist man sich und dem zweiten Teil seines Blogtitels was schuldig. Deshalb gibts jetzt noch eine Portion Nachschlag an Winterromantik – von einer, die es kann!

“I get a little warm in my Heart when I think of winter…”

Bilder: Blogstatistik – Ausschnitt aus Screenshot. Schneebusch und Sonnenaufgang (2) – selber gemacht. Die andern – keine Ahnung.
Song: Tori Amos: Winter. Aus Little Earthquakes. 1992. – Via youtube.

My heart would feel to be a crime unless it trembled with the strings*

Januar 19, 2009 um 11:11 pm | Veröffentlicht in 2009, Bücherhexe, Fest-Platte, Fremd-Worte, Kalenderblätter, Kultur, Real-Poetisches, So Momente halt... | 1 Kommentar
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Edgar Allan PoeIch feiere ihn ja schon seit einem Jahr, ach was sag ich, schon zwei Drittel meines Lebens lang. Seitdem ich in einer stillen Ecke mit einem schmalen Bändchen seiner Erzählungen auf den Knien der Welt um mich verloren ging, mir der Grusel ins Haar kroch und als Gänsehaut den Rücken abwärts fror…

Heute ist der 200. Geburtstag von Edgar Allan Poe.

Grund genug, ihn zu ehren – er ist einer von den ganz Großen.

Grund genug für den poesk geheimnisvollen Geburtstagsgast, der alljährlich an seinem Grab in Baltimore erscheinen soll, sich auf mehr Neugierige als im letzten Jahr einzustellen – und vielleicht eine volle Flasche mitzubringen.

Grund genug für ein bisschen PoePoesie, erst recht, wenn sie grad irgendwie zur akuten Stimmung passt.

A Dream Within a Dream

Take this kiss upon the brow!
And, in parting from you now,
barfusiges-rabenmadchenThus much let me avow-
You are not wrong, who deem
That my days have been a dream;
Yet if hope has flown away
In a night, or in a day,
In a vision, or in none,
Is it therefore the less gone?
All that we see or seem
Is but a dream within a dream.

I stand amid the roar
Of a surf-tormented shore,
And I hold within my hand
Grains of the golden sand-
How few! yet how they creep
Through my fingers to the deep,
While I weep- while I weep!
O God! can I not grasp
Them with a tighter clasp?
O God! can I not save
One from the pitiless wave?
Is all that we see or seem
But a dream within a dream?

(1827. Mit deutscher Übersetzung: hier.)

————————-…
Grund genug auch für eine (von vielen) vertonte Fassung? Hmm… vielleicht damit es nicht gar so traurig endet? – und trotz oder wegen des schrägen ‚postsymbolistischen‘ Videos? Auch wenn das Stimmchen ein bissel dünn ist: Dem Nachwuchs eine Chance! Und womöglich lässt sich ja aus dem Sound was drehen…? – A Dream without a Dream… 😉

*Textzeile aus: E. A. Poe: Romance (1829).

Bilder: Edgar Allan Poe – via. Rabenmädchen – keine Ahnung; creative commons Lizenz (Urheber bei Bedarf bitte melden).
Video – via youtube.

Dinner for You, kein Kästner und guten Rutsch!

Dezember 31, 2008 um 10:26 pm | Veröffentlicht in 2008, 2009, Alles platti, Bloghexe, Fest-Platte, Fremd-Worte, Hexenblabla, Hexentanz, Kultur, Real-Poetisches, So Momente halt... | 3 Kommentare
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buchstabe-auch wenn er sowas von Recht hat, kann man ja nicht schon wieder wie letztes Mal die treue Leserschar mit den unpädagogischen Ermunterungen seines Leib- und Magen-Kästner ins neue Jahr schicken. Hmm, was fangen wir also heuer mit Silvester an und wen haben wir da denn noch so im Angebot?

Tucholsky vielleicht? Nee, den sieht man ja genauso ratlos wie sich selber. Und so richtig aufzubauen vermag er einen irgendwie auch nicht, wa?:

Silvester

Was fange ich Silvester an?
Geh ich in Frack und meinen kessen
Blausanen Strümpfen zu dem Essen,
Das Herrn Generaldirektor gibt?
Wo man heut nur beim Tanzen schiebt?
Die Hausfrau dehnt sich wild im Sessel –
Der Hausherr tut das sonst bei Dressel -,
Das junge Volk verdrückt sich bald.
Der Sekt ist warm. Der Kaffee kalt –
Prost Neujahr!
Ach, ich armer Mann!
Was fange ich Silvester an?

Wälz ich mich im Familienschoße?
Erst gibt es Hecht mit süßer Sauce,
Dann gibt’s Gelee. Dann gibt es Krach.
Der greise Männe selbst wird schwach.
Aufsteigen üble Knatschgerüche.
Der Hans knutscht Minna in der Küche.
Um zwölf steht Rührung auf der Uhr.
Die Bowle -? (‚Leichter Mosel‘ nur – )
Prost Neujahr!
Ach, ich armer Mann!
Was fange ich Silvester an?

Mach ich ins Amüsiervergnügen?
Drück ich mich in den Stadtbahnzügen?
Schrei ich in einer schwulen Bar:
„Huch, Schneeballblüte! Prost Neujahr -!“
Geh ich zur Firma Sklarz Geschwister –
Bleigießen? Ists ein Fladen klein:
Dies wird wohl Deutschlands Zukunft sein…
Prost Neujahr!
Helft mir armem Mann!
Was fang ich bloss Silvester an?

Na dann eben “the same procedure as every year”. Jaaah, “Dinner for One” ist Kult – und Kult ist gut, weil was Konsensfähiges. Außerdem gibts den diesmal sogar in einer raffiniert auf traditionell-avantgardistisch getrimmten Version aus dem Hause LEGO:

Für konservative Liebhaber des Originals in dezentem Schwarz-Weiß und notorische Gewohnheitsgucker natürlich auch selbiges zum alten Preis:

denn egal, was Silvester auch immer mit uns anfängt: kein Jahresende ohne Miss Sophie mit dem gesunden Appetit und ihren verblichenen Verehrern sowie dem dienstbaren besoffenen Butler. Oder? 😉

Ha! Und zu guter Letzt dann doch noch was Erhebendes von einem Positivdenker – leider auch schon verblichen:

Wünsche zum neuen Jahr

Ein bisschen mehr Friede und weniger Streit
Ein bisschen mehr Güte und weniger Neid
Ein bisschen mehr Liebe und weniger Hass
Ein bisschen mehr Wahrheit – das wäre was

Statt so viel Unrast ein bisschen mehr Ruh
Statt immer nur Ich ein bisschen mehr Du
Statt Angst und Hemmung ein bisschen mehr Mut
Und Kraft zum Handeln – das wäre gut

In Trübsal und Dunkel ein bisschen mehr Licht
Kein quälend Verlangen, ein bisschen Verzicht
Und viel mehr Blumen, solange es geht
Nicht erst an Gräbern – da blühn sie zu spät

Ziel sei der Friede des Herzens
Besseres weiß ich nicht

Peter Rosegger. Aus: „Mein Lied“

Was quatsch ich hier eigentlich noch rum? Wo ich doch nur sagen wollte:
Kommt gut rüber ins neue Jahr, Leute! Und durch natürlich auch. Wir sehn uns.

Eure Hex‘

59 Kerzen zum zweiten Advent and another Christmas Tale

Dezember 7, 2008 um 11:25 pm | Veröffentlicht in Fest-Platte, Kalenderblätter, Kultur, Mitmensch - unbekanntes Wesen, Real-Poetisches, Träller-Hexe | 2 Kommentare
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Happy Birthday, Tom Waits!

Tom Waits by Bootstrap ProductionsJa, er ist auch so ein Beinahe-Christkindl, der hausheilige Finsterromatiker mit der versoffenen Stimme und den Reißnägeln in der Kehle. Am 7. Dezember 1949 wurde er in Pomona, Kalifornien geboren.

Und weil es, ob man nun will oder nicht, ringsum heftig weihnachtet, wollen wir zur Feier des Tages mal nicht so sein. Und lassen ihn auch seinen Part in der Weihnachtsgeschichte erzählen – der anderen, von Paul Auster. Phhh…als gäbe es grad was Herzzerreißendeswärmendes, das man lieber täte!

Bild: Tom Waits. Bootstrap Productions. Song: You’re Innocent When You Dream. Tom Waits im Film „Smoke“ (1995) von Paul Auster und Wayne Wang. Via Youtube.

Blogolaus…

Dezember 6, 2008 um 10:38 pm | Veröffentlicht in BildungsLückenbauten, Bloghexe, Fest-Platte, Kultur, Real-Poetisches, Träller-Hexe | 2 Kommentare
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…und Westernstiefel. Oder: Jo, ist denn schon wieder Weihnachten?

kein WesternstiefelDie Vorweihnachtszeit geht ja hier eher still und lieber besinnlich vonstatten, schon aus Protest dagegen, dass – ob nun infolge des Klimawandels oder aus was weiß denn ich für unerfindlichen Gründen – die November immer schneller vergehen und die Jahre sowieso immer kürzer zu werden scheinen.

So werden im Hexenhaus auch dieses Jahr keine Pfefferkuchen, Plätzchen und Weihnachtsgänse gebacken, jedenfalls keine öffentlichen. Und dass ich meinen Lieblingsadventskalender wieder leise nebenan an die Bloghauswand genagelt habe, merkt wahrscheinlich weder Blogger- noch Weihnachtsvolk.

Aber heut ist Nikolaustag, da gehört was in den Stiefel gesteckt. Hmm… meine Nikolausgeschichte hab ich ja auch schon letztes Jahr erzählt – zur Seemannsweihnacht auf meinem Wa(h)lfänger. Hey, aber wie wär’s mit einem Weihnachtslied? Einem, das ihr bestimmt noch nicht gesungen habt. Vom sexy Dänen-Duo “The Raveonettes” – ein bisschen psychedelisch, ein bisschen 60er-Jahre-Patina, ein bisschen Velvet Underground und laut eigener Aussage mit der Wahl ihres Bandnamens eine Reverenz an Buddy Hollys “Rave on”:

The Raveonettes ‚Christmas Song‘ (flv video) (Edit s.u.)

raveonettes-1Also ich find ja, sie sind was zum Mögen, die Zwei. Und verteile damit entsprechend des Wolfes freundlicher und ausdrücklicher Einladung zu solchem Tun meinen aktuellen Prvatgrammy. Ohne damit allerdings auch nur im Mindesten Widerspruch gegen seine ‚oscar-wilde-geschniegelten‘ Get-Well-Soon-Zierbengel zu erheben. 😉

Noch einen raveo-netten Christmas-Song? Dann hier lang, bittschön, und: Come on Santa! (Der zuständige Link-Klick beschert euch, so gewünscht, auch gleich noch das freie mp3-Download zum Santa – ha, und damit doch noch was in den Nikolausstiefel.

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Ach, und eh ichs vergesse: allerblogolausigste Glückwünsche heut vor allem für den Westernstiefel… öh nee, Westernhagen: zur runden Sechzig! Trinken wir mit ihm einen Johnny Walker und lassen ihn leben. Hoch und lang nämlich.

Bild: The Raveonettes: Soeren Solkaer STARBIRD, via. Christmas Song by The Raveonettes via youtube.

Edit 24.12.2009: Eigentlich gabs den Schnuckel-Song samt Video hier mal via youtube zum Vor-Ort-Gucken. Seit es selbiges – wie so vieles – auf youtube nicht mehr zu sehen und zu hören gibt, nun dieser Umweg via Link. – Danke, fliiby.com.

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