Licht aus! – Dann klappt’s auch mit dem Nachbarn

Mai 18, 2007 um 8:15 pm | Veröffentlicht in 2007, Alles platti, Berlin, DieStadtreporterin, Fest-Platte, Hexengeschichten, Kultur, Mitmensch - unbekanntes Wesen, Real-Politisches, Uncategorized, Zuhaus-Hexe | 4 Kommentare

oder: Eine ganz kleine Himmelfahrt-Nachlese am Brückentag

Vatertag ist ja nun vorbei und hat in meinem näheren sozialen Umfeld – soweit das schon zu übersehen ist – bis auf zugelaufene männliche Katzen keine größeren Schäden hinterlassen.

Vadders Himmel? - Aber siischer!Ich hab von vergangenen Brandenburg-Ausflügen an diesem feuchtfröhlichen Jubelfeste vor allem in Erinnerung, dass die arglose Kraftfahrerin von Bollerwagenfahrern mittels einem über die Landstraße gespannten Strick so dreieinhalbmal auf 500 Metern zum Mittrinken genötigt werden sollte. Die Pfötchen ums Lenkrad gekrallt konnte man sich letztlich mit einem Prosit und dem Argument retten, keine Hand frei zu haben. Hilfreich zum Abkürzen der Prozedur ist dabei in jedem Fall ein männlicher Beifahrer, der sich opfert – damit es nicht nach schnöder Verschmähung der Gastfreundschaft aussieht. Oder man verzichtet auf selbichte Ausflüge.

Nicht ganz perfekte Brückentage Die kann man ja dann am Brückentag nachholen, den wochendendnahe Feiertage einem freundlicherweise bescheren. Mein letzter – also der vorm 1. Mai – war allerdings etwas pannenumweht, mit kleinen Fehlern sozusagen. Ungefähr wie beim Herrn Flier’sweltler. Woher der sowas nur gewusst hat!?

Um genau zu sein, wir sprechen hier über zwei Pannen – eine der eigenen Dämlichkeit, die andere ‚höherer Gewalt‘ geschuldet. Ihre Gemeinsamkeit: 2x akuter Energiemangel. Der erste in meiner Autobatterie – weil der Hex‘ zwar ein Licht auf- aber nicht wieder ausging. Jaja, spart euch eure hämischen Spitzen – ein Anflug von Altersdemenz, ich weiß.😉 Der andere ereilte nicht mich alleine, sondern gleich ein paar tausend Hellersdorfer Plattensiedler – aus dem Nichts und ohne Vorwarnung: ein Stromausfall über mehrere Stunden.

Ausgeknipst Da merkt man erstmal, wie hilflos man ohne und abhängig von den/m Saft aus der Steckdose ist. Nicht mal Kaffeekochen ist drin. Und man fühlt sich wie… wie in einem schwarzen Loch, ist abgeschnitten von der Welt: kein Radio, kein Fernsehen, kein PC, nix CD-Hören, nix Uhrzeit, ja sogar die Türklingel funktioniert nicht. Im ganzen Haus wird es geradezu gespenstisch still. Alle Netze auf einen Schlag zerrissen.

Halt, nicht ganz. Es klopft an der Tür und Frau P. von gegenüber fragt: „Ist bei Ihnen auch der Strom weg?“ Im Hausflur sammeln sich Grüppchen und erinnern sich auf einmal wieder an eine ungewohnte Art der Kommunikation. Von Balkon zu Balkon fliegen Flüche und Mutmaßungen über die Dauer der Stromlosigkeit. In nie gesehenen Wohnzimmern rückt man zusammen und versucht das Beste aus dem Ganzen zu machen, lernt endlich auch mal ein paar Neuzuzüge kennen. Geteiltes Leid ist doppelte Freud’… oder so.

Energie-NOTSTAND!!!Es ist wie in alten Zeiten: plötzlich merkt man wieder, dass man Nachbarn hat. Und es fühlt sich gar nicht mal so schlecht an. Was mich auf den Gedanken bringt, ob dieser Effekt nicht zu nutzen wäre – soziale Kontakte (respektive Beziehungen) aufzumöbeln, dem nachbarschaftlichen Nachwuchs beizubringen, im Fahrstuhl zu grüßen oder die Vattenfallschen Preiserhöhungen gelegentlich zu boykottieren. Die Einsparungen an der Abzocke kann man ja dann in ’ne spontane Grillparty investieren. Motto: Licht aus! Wir treffen uns bei Kerzenschein im Hof…

Yeah, es leben die Brückentage!

4 Kommentare »

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  1. Jetzt musste mal gut aufpassen, ob es bei Dir in der Platte in neun Monaten vermehrt Babygeschrei gibt😉

  2. Hülfeee! Noch mehr?😮
    Aber jetzt, wo dus sagst, kommt mir ja ein Verdacht: vielleicht war das der Auftakt einer gezielten Kampagne zur Rentensicherung und gegen das deutsche Aussterben. Denn wer weiß schon, wann wir mal wieder ’ne Fußball-WM kriegen.😉

  3. i want sex !!

  4. Ja hoffentlich klappt es das nächste mal ich bin guter dinge unsere 11 war ja nun wirklich nicht schlecht…


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